Genetic/Narcissistic Rage

Ich will nicht, dass ihr mich anseht
Ich will nicht, dass ihr mich anseht,
mit euren Augen, die zu viel sehen.
Die messen, die wägen, die einordnen,
und mich dann abstempeln,
bewerten,
einordnen.

Ich will nicht, dass ihr mich in euer Leben einbezieht,
um mich dann zu verändern.
Um mir zu sagen,
was ich zu sein habe.
Was ich verdienen darf,
wie ich mich fühlen soll.

Ich will nicht,
dass ihr euch mein Leben nehmt,
mich zerteilt in Vorgaben und Erwartungen,
damit ich passte in eure Struktur.
Ich will nicht, dass ihr auf mir aufbaut,
mich zu einem Teil von euch macht.

Ich will meine Räume,
meine Luft –
und die Freiheit,
meine Grenzen zu setzen,
zu sagen:

„Ich gehöre nicht zu euch.
Ich gehöre mir.“

Und ich will, dass ihr weggeht,
damit ich endlich überall sein kann,
außer in euren Köpfen.