„Ich zähle die Tage“
Ich zähle die Tage
nicht aus Trauer,
nicht aus Liebe.
Sondern weil dein Rauch
mir jeden einzelnen raubt.
Ich zähle,
wie man Tropfen zählt,
die auf glühende Steine fallen.
Wie man Sekunden zählt,
bis das Gasfass endlich zerbirst.
Jede Zigarette,
die du anzündest,
brennt sich in meine Atemwege,
in mein Gedächtnis.
Du stirbst langsam –
und ich warte schnell.
Ich zähle nicht aus Hass.
Ich zähle aus Erschöpfung.
Denn du hörst nicht auf,
und ich hör dich nicht mehr.
Der Tag wird kommen,
an dem du nicht mehr atmest.
Und zum ersten Mal
werde ich es wieder können.