„Ich zähle die Tage“
Ich zähle die Tage,
an denen der Raucher endlich stirbt.
Nicht aus Zufall,
nicht aus Neugier,
sondern weil ich es will.
Weil sein Atem stiehlt,
was mir gehört.
Weil sein Rauch mir zeigt,
dass Rücksicht
ein Wort ohne Gewicht ist.
Ich zähle die Tage
wie andere ihre Zigaretten.
Jede Zahl ein Fluch,
jedes Datum ein stilles Urteil.
Er lacht noch,
hustet, redet, lebt.
Aber ich weiß,
es wird enden.
Und ich werde atmen,
wo er aufhört.
Denn manche Existenzen
verdienen keinen Applaus,
sondern Stille.