“Jan Kızılhan aus Adana”
Jan Ilhan Kızılhan, der große Mann,
spricht über Trauma, was niemand kann.
Er sitzt auf Bühnen, schaut sehr klug –
doch spür ich tief: da fehlt genug.
Er spricht vom Volk, das er versteht,
doch nie den Weg mit ihm geht.
Denn seine Wurzeln, das ist klar:
Adana – nicht Şengal, nicht Amed, nicht Qamışlo gar.
Ein Adana-Türke mit feiner Zunge,
er heilt mit Akten, nicht mit Wunde.
Sein Blick ist kühl, sein Herz neutral,
doch meine Wahrheit: zu banal.
Ich seh in ihm nicht meinen Schmerz,
nicht mein zerrissenes kurdisches Herz.
Jan Kızılhan, so distanziert –
hat sich vom wahren Volk verirrt.