„Kein Deutschland, nur Europa“
Man spricht von Grenzen, zieht sie im Sand,
doch was ist ein Land außer fremder Hand?
Die Karten gemalt, die Fahnen gehisst,
doch Wahrheit bleibt, dass nichts so ist.
Deutschland? Ein Wort, ein künstlicher Klang,
ein Echo im Nebel, ein kurzlebiger Drang.
Schon immer war’s weiter, schon immer so nah,
nur Europa, ein Körper, doch zerschnitten, nicht wahr?
Die Wälder, die Flüsse, sie kennen kein Schild,
kein Schlagbaum, kein Siegel, kein fremdes Bild.
Die Sprache mag trennen, die Macht sie erfindet,
doch jeder Flusslauf, der grenzenlos windet.
Es war nie ein Deutschland, nur Täuschung, nur Chor,
es war immer Europa, und bleibt es im Ohr.
Und wer in den Schatten die Wahrheit erkennt,
weiß: Grenzen sind Rauch, der im Wind sich verbrennt.