„Kein Flur voller Krankenzimmer“
Wieder diese Stimme,
voller Diagnosen,
voller Geschichten von Tumoren,
von Hexenschuss,
von jemandem,
der sich zurückzieht
und nicht mehr teilnimmt.
Als wäre das Leben
ein Krankenhausbericht,
und jedes Gespräch
eine Visite.
Man hört zu,
aus Höflichkeit.
Doch innerlich
schreit es laut:
„Ich bin kein Flur voller Krankenzimmer!“
„Ich bin nicht hier,
um das Leid anderer
wie Staub zu schlucken!“
Wo bleibt das Licht?
Wo bleibt das Lachen?
Wo ist das Leben,
das nicht nach Desinfektionsmittel riecht?
Vielleicht ist es Gewohnheit.
Vielleicht Angst.
Vielleicht reden manche nur von Krankheit,
weil sie vergessen haben,
wie sich Freude anfühlt.
Aber manche
wollen einfach nicht mehr
mitziehen
durch diesen dunklen Korridor
voller fremder Schmerzen.
Denn nicht jede Stimme heilt.
Manche zersetzen.