„Kein Irrenhaus für mein Leben“
Nennt mich nicht krank,
nur weil ich fühle,
was ihr nicht spürt.
Nennt mich nicht gestört,
nur weil ich nicht
in eure sterile Ordnung passe.
Ich bin anti Psychiatrie,
nicht weil ich blind bin –
sondern weil ich sehe.
Weil ich weiß,
dass eure Pillen
nicht trösten,
sondern still machen.
Weil eure Akten
keine Geschichten erzählen,
sondern Menschen löschen
unter Diagnoseschichten.
Mein Leben ist kein Irrenhaus.
Kein Raum mit weißen Wänden,
wo Schreie im Kissen ersticken.
Mein Leben ist wild,
wahr,
schmerzhaft –
aber mein.
Ich weigere mich,
zum Fall zu werden.
Ich bin kein Stempel.
Ich bin Stimme.
Und wenn ihr sagt,
ich sei verwirrt –
dann nur,
weil ich nicht vergesse.