„Keine Inklusion“
Ich hasse Inklusion.
Denn es ist keine.
Es ist ein anderes Wort
für Ausschluss.
Für Umleitung.
Für Trennung
von dem,
was mir gehört.
Ich darf nicht finden,
was mich ruft:
die Kurden,
die Kaukasier,
die Tadschiken,
die,
die mit mir
verwoben sind.
Stattdessen kommen
die, die ich nie gerufen habe:
Albaner,
Jugoslawen,
Fremde aus fernen Küsten,
Afrikaner,
die nicht wissen,
dass ich sie nicht eingeladen habe.
Ich suche nicht die Welt.
Ich suche mich.
Aber sie werfen mich
in einen Raum,
in dem ich mich
nicht wiederfinden darf.
Sie nennen es Vielfalt.
Aber ich bin die,
die sich auflöst darin.
Sie nennen es Öffnung.
Aber sie schließen mir
den Weg zu denen,
die mir ähnlich sind.
Was ist das?
Es ist kein Hype.
Es ist kein Zufall.
Es ist kein Missverständnis.
Es ist Absicht.
Eine stille Kraft,
die mich von mir weglenken will.
Und ich frage:
Wer will verhindern,
dass ich finde,
was mein ist?
Wer stört die Spur,
die zu mir führt?
Wollt ihr besser wissen,
wer ich bin?
Meine DNA erzählt doch
eine Geschichte.
Viele Sänger sagen:
„Ich bin nicht meine DNA.“
Aber ich?
Ich bin meine DNA.
Und ich leugne sie nicht.