Genetic/Narcissistic Rage

„Marie Droste lachte“

Ich sah Marie Droste lachen, so breit,
inmitten von Lärm, in glatter Geziertheit.
Ein Lächeln wie Glas, wie Masken aus Stein –
doch Hohn trägt sich niemals ewiglich rein.

Sie spottete leis, vielleicht ohne Grund,
doch Worte wie ihre vergiften den Mund.
Sie glaubte sich sicher, sie glaubte, sie steht –
doch jedes Gelächter vergeht, wenn’s verweht.

Denn Zeiten, sie kippen, Gesichter vergehn,
und niemand kann ewig im Oben bestehn.
Ich sah sie noch lachen, doch tief in mir drin
wusste ich still: Auch das hat kein Sinn.

Ihr wird das Lachen im Halse gefrieren,
wenn Wahrheit und Schatten die Bühne berühren.
Marie Droste, so hell – doch das Licht ist gelieh’n.
Denn was einst gelacht hat… wird stumm unterzieh’n.