Genetic/Narcissistic Rage

Meine eigenen Eltern, tief im Wald,

verbreiten Gift – Tag für Tag, so kalt.

Der Schwarzwald rauscht, doch bringt kein Trost,

denn was ich atme, ist kein Trost, nur Trostlos.

Mein Vater – kein Mensch, ein Labor voll Gase,

er schwitzt Chemie in jeder Phase.

Ich flüchte in Wälder, such reine Luft,

doch finde nur Dämpfe, Gestank und Duft.

Verwandte reden, als wär nichts geschehen,

doch ich spür das Brennen, das tägliche Wehen.

Sie sagen: „Stell dich nicht so an, Kind!“ –

während mein Körper im Innern zerrinnt.

Ich bin die Tochter, doch keine von hier,

mein Atem verlangt nach reiner Zier.

Ein Zelt, ein Fluss, ein fernes Land –

wo kein Vater mit Gift an mir zündelt die Wand.

Vielleicht trag ich es in mir – das alte Gen,

das sich nach Bergen und Freiheit gesehnt.

Doch bis dahin, in dunkler Nacht,

zähl ich die Tode, die man mir macht.