Meine Hormone weisen mir den Weg
Nicht Schilder.
Nicht Stimmen.
Nicht Pläne aus Glas.
Meine Hormone
sagen mir,
was ich lasse,
was ich lass.
Sie pochen im Blut,
wie ein heimliches Lied,
führen mich dorthin,
wo niemand mehr sieht.
Kein Kompass,
kein Lehrer,
kein Fahrplan aus Licht.
Nur Hitze,
nur Kälte,
nur Hunger im Gesicht.
Ich laufe,
weil mein Zyklus es will.
Ich bleibe,
wenn alles in mir still.
Sie nennen es launisch.
Ich nenne es wahr.
Meine Hormone –
mein Polarstern,
mein Jahr.