„Nicht mal auf mich“
Ich soll auf Kinder aufpassen?
Ich verlier mich im eigenen Schatten.
Meine Gedanken – wie Katzen,
springen, kratzen, verschwinden in der Nacht.
Ich hab kein Uhrwerk in mir,
nur lose Schrauben und einen lauten Takt.
Man sagt: “Sei sanft”,
doch ich koche schon über,
noch bevor der Tag beginnt.
Ich bin ein Fenster ohne Rahmen,
ein Kalender ohne Datum,
ein Chaos mit Namen.
Wie soll ich halten, was so zart ist,
wenn ich selbst nicht weiß,
wo meine Grenzen enden?
Nicht mal auf mich kann ich aufpassen.
Wie soll ich für jemand anderen brennen?