„Nicht mein Blut“
Ich hasse sie alle, die mir Blut genannt,
Sie kommen allein, nie Hand in Hand.
Keine Wärme, kein echtes Band –
nur Schatten, kein Heimatland.
Die Türken sind’s, die Zigaretten lieben,
die Luft verpesten, sich selbst betrüben.
Doch meine Kurden – das seid nicht ihr,
ihr tragt kein Gift, ihr seid bei mir.
Sie tun so, als seien sie Türken –
doch sie sind Kurden, die sich selbst zerwürgen.
Warum lasst ihr euch das Leben rauben?
Lasst doch die Türken rauchen und glauben.
Warum sollen Kurden an Rauch vergehen,
wenn sie doch wie Berge aufrecht stehen?
Und diese Sardinierin, diese Anatolierin, so stolz, so leer,
sprach „türkisch“ über meinen Vater her.
Doch nein, er ist kein Türke, kein Sardinier,
solche Lügen? Ich verzieh nie ihr.
Ich bin allein, und das ist gut,
denn was da kommt, ist nicht mein Blut.
Sie tragen Rauch wie eine Krone –
doch ich geh nicht mit, ich lebe ohne.