„Nur nicht ich“
Manchmal
wünsch ich mir,
ich wär jemand anders gewesen.
Irgendjemand.
Nur
nicht ich.
Ich bin
das schwarze Schaf.
Nicht das missverstandene –
das gehasste.
Ich spüre es.
Die Welt
hasst mich.
Nicht offen,
nicht laut,
aber still,
mit Blicken,
mit Schweigen,
mit Türen,
die nie aufgehen.
Nicht die,
die immer fragt.
Nicht die,
die fühlt, was niemand sehen will.
Nicht die,
die festhält,
was andere längst weggeschoben haben.
Ich wär gern
leicht gewesen.
Unberührt.
Belanglos.
Vielleicht sogar…
vergessen.
Doch ich bin ich.
Und das brennt.
Wie eine Wahrheit,
die keiner hören will.
Ich schau in den Spiegel
und denke:
Wenn es ein nächstes Leben gibt,
dann bitte –
nicht so wie dieses.
Dann bitte –
nicht ich.