Nur wenn ich falle
Sie sehen mich nicht,
wenn ich laufe.
Nicht, wenn ich vor ihnen stehe.
Nicht, wenn ich leise bin
und versuche, einfach nur zu existieren.
Aber wenn ich schreie –
wenn ich falle –
wenn etwas zerbricht oder jemand mich schlägt –
dann stehen sie da.
Dann erinnern sie sich:
Ach ja, sie gibt es ja.
Nicht, weil sie mich sehen wollen –
sondern weil sie wissen wollen,
ob sie sich jetzt einmischen müssen.
Ich bin nicht Nachbarin.
Ich bin Störung mit Beinen.
Und trotzdem gehe ich weiter.
Mit jedem Schritt sage ich:
„Ich bin nicht für eure Blicke da.
Ich bin da –
weil ich nicht verschwinde.“