Genetic/Narcissistic Rage

Onomastik eines Ahnennamens – „Mama de Gulê“

Nicht als Eigennamen trägt er sich ein,
sondern als Relation:
„Mama de Gulê“ –
ein Appellativ in der Tradition
oral verankerter Gesellschaften.

Nicht Subjekt, sondern Abgeleiteter,
nicht „er selbst“,
sondern “der durch sie benannte”:
Gulê – Person, Bezug, Identitätskern.

Der Mann verschmilzt mit Kontext,
wird Lesart in einem dörflichen Korpus,
wo Namen keine festen Begriffe sind,
sondern soziale Marker.

So steht er nicht in Registern,
nicht in Systemen kolonialer Kategorisierung,
doch lebt in Erinnerung
durch semantische Brücken:
„Mama“, Rolle,
„de“, Possessiv,
„Gulê“, Individuum als Referenz.

Er war kein Vater der Schrift,
doch ein Träger von Bezug –
ein soziales Pronomen
in einem kollektiven Gedächtnis.