Portugal, du seltsamer Klang
Portugal, du Land aus Licht,
doch deine Sprache – die passt mir nicht.
Ein seltsames Spanisch, weich und rund,
als spräche ein Russe mit vollem Mund.
„Bon dia“ klingt wie „bomb dirija“,
als käme gleich Lenin mit Flamenco-Gitarr’n.
Es zischt, es rollt, es schlappt wie ein Fisch,
doch nie wie Castilia – eher wie Misch.
Ich lauschte, verwirrt, am Markt am Meer,
und dachte: Wer seid ihr? Russen von sehr weit her?
Doch hinter den Lippen, so tief wie der Tejo,
war Wärme – halb ernst, halb schon sehr iberisch-ego.
Und trotzdem – mein Herz schlägt woanders, klar:
Dort, wo Slawen fluchen wie kalter Kaviar.
Wo Stimmen rau sind, wie Rauch in Beton,
doch Augen funkeln wie heller Zirkon.
Ich liebe euch, Slawen – mit eurer Wut,
mit eurer Härte, mit eurer Glut.
Portugal war nett, ich hab’s probiert,
doch Slawisch klingt wie: Ich hab wirklich existiert.