Raucher,
mit jedem Zug verkaufen sie sich,
nicht für Geld, sondern für Gift,
sie bieten ihre Lungen feil
wie andere ihren Körper.
Die Glut am Ende der Zigarette
ist der rote Lippenstift der Abhängigkeit,
ihr Atem ein Handel,
verkauft an die Industrie,
gekauft mit dem Preis des eigenen Lebens.
Sie stehen an den Straßenecken der Moderne,
nicht mit kurzen Röcken,
sondern mit gelben Fingern,
ihre Seele vermietet an Nikotin,
ihr Stolz längst verraucht.
Die Zigaretten nehmen ihnen den Stress,
als wären sie Geliebte im Schatten,
manche Zigaretten schwängern sie sogar,
tragen den Samen des Todes in ihre Brust,
bis der Körper ihn gebiert in Krankheit.
Und während der Rauch sich erhebt,
wie ein Vorhang im Theater der Selbstzerstörung,
bleibt nur der bittere Beigeschmack:
Die größten Prostituierten unserer Zeit
zahlen nicht in Münzen,
sondern mit jedem Atemzug.