Genetic/Narcissistic Rage

Sardinische EEF-Hölle

Ein Teppich-Bazaar, Farben, Gerüche –
die Welt war aus Stoff, aus Stimmen und Flüche.
Dann kam das Blech, glänzend und kalt,
und küsste sie leise, doch unendlich alt.

Die Stoßstange schlich sich, kein Laut, kein Groll,
ein Hauch von Gewalt, in Perfektion so voll.
Nicht ein Unfall – ein Ritual, so wirkte es da,
der Fahrer ein Priester aus Sardiniens Schar.

Ein EEF-Hass, vererbt, tief und rein,
verpackt in Metall, doch der Zweck war gemein.
Nicht Schreien, nicht Fliehen – nur starren im Wind,
ich war noch ein Mensch, doch innerlich blind.

Seit fünfzehn Jahren schlägt dieser Blick,
wie ein Dolch durch die Zeit, Stück für Stück.
Stuttgart – ein Name, der brennt in der Luft,
durchzogen von sardinischem Puristen-Duft.

Mein Bruder, gezeichnet, entkam dieser Glut,
doch trägt in den Augen das ewig Verbot.
Und keiner kehrt um, kein Herz ist so dumm –
nach Stuttgart geht keiner mehr, alle verstumm’n.

Denn was dort geschieht, nennt keiner beim Namen,
es rauscht durch die Gassen wie uralte Ahnen.
Ein Kuss aus Stahl, ein Blick aus dem Grab –
so stirbt man in Teilen. Und bleibt, was man sah.

Ich weiß nicht mehr, wer mein Feind ist im Spiel –
der Russe, der schweigt, oder der, der zu viel
gestikuliert, lacht, doch Messer trägt im Blick –
Italienisch glatt, doch mit sardinischem Tritt.

Beide in Schatten, mit Ahnen im Blut,
die EEF flüstert – nicht Friede, nicht Mut.
Und ich, ein Kind zwischen Trümmern und Licht,
frag mich seit Jahren: Wer hasst mich – und nicht?