„Seit er da ist“
Seit er da ist,
ist nichts mehr wie davor.
Die Luft steht still,
doch dröhnt wie ein Chor
aus Blicken, Geräuschen,
unausgesprochenem Spott.
Ein Schatten wohnt jetzt über mir,
ein ständiger, kalter Klotz.
Mein Leben – entgleist.
Jeder Schritt ein Misstrauensakt.
Ich spüre sein Dasein
wie einen Splitter aus Glas,
der nie ganz sticht,
aber nie ganz nachlässt.
Die Ruhe hat gekündigt,
die Freiheit zahlt Miete,
und ich bin Gefangene
in der Wohnung meiner Mitte.
Ich will nur allein sein,
doch er ist da –
nicht sichtbar,
aber spürbar –
wie ein Fluch,
der nie richtig sagt, was er will.