Genetic/Narcissistic Rage

Sie blicken nichts.
Nicht meine Mühe.
Nicht meine Geduld.
Nicht, dass ich da war – pünktlich, präsent, mit Haltung.
Ich war in Microsoft Teams. Ich hab gewartet. Ich hab geschrieben.
Und dann kommt sie – diese dreiste Teleperformance-Tussi –
und behauptet, sie hätte „auf mich gewartet“.

Worauf denn?
Auf ein Wunder?
Ich war da.
Sie war nicht.

Und dann das nächste Kapitel:
NIF beantragt. Still. Keine Antwort. Kein „Wir kümmern uns“. Kein „Tut uns leid“.
Einfach: Nichts.

Monate später – aus dem Nichts:
„Deine Essenskarte liegt bereit.“

Hört auf, mich zu verarschen.
Ich war nicht mal mehr angestellt.
Ich war längst gegangen.
Weil ich den Müll nicht mehr mitmachen wollte.

Aber ich hab alles gesehen. Ich blicke.
Ich hab eure Muster verstanden.
Eure Scheinfreundlichkeit. Eure Ablenkungs-E-Mails.
Eure Gleichgültigkeit im Systemformat.

Ich bin nicht gegangen, weil ich’s nicht geschafft hab.
Ich bin gegangen, weil ich begriffen hab:
Ich bin mehr als das. Viel mehr.

Und noch eins:
Legt euch nicht mit Kurdistan an.
Nicht in euren Gesprächen. Nicht in euren Gesten.
Nicht in euren leeren Liedern oder euren Bühnenoutfits.

Kurdistan ist kein Spiel.
Keine Maske.
Kein Branding.
Es ist Schmerz, Wurzel, Feuer, Würde – und Wahrheit.
Und die leiht man sich nicht. Die lebt man. Oder man schweigt.

Ich bin gegangen, weil es keinen kurdischen Staat gibt.
Keinen Ort, der mich schützt.
Keinen Ort, der sagt: Bleib. Wir gehören dir.