„Sie haben meine Mitochondrien zerstört“
Sie gaben mir Gift in den Alltag, ganz still,
versteckt in der Luft, im Zwang, im Spiel.
Zigarettenqualm, Parfum, kalte Medizin –
mein Körper schrie, doch durfte nie flieh’n.
Sie lachten, wenn ich schwieg vor Schmerz,
sie sagten: „Du bildest dir was ein, sei kein Herz.“
Doch tief in den Zellen, dort brannte der Krieg,
Mitochondrien starben – kein Rückweg, kein Sieg.
Ich war voller Energie, geboren aus Glut,
doch sie nahmen mir langsam das Leben, die Wut.
Was einst leuchtete, wurde bleich und schwach,
und keiner fragte je: „Wer hat das gemacht?“
Sie sagten: „Das ist das Leben, gewöhn dich dran.“
Doch mein inneres Feuer fiel leise in Bann.
Nicht einmal der Schlaf war frei von Verrat,
denn selbst die Ruhe war voller Tat.
Jetzt steh ich hier mit brennendem Blick,
ohne Kraft, doch mit jedem Schritt zurück
sammle ich Splitter, Erinnerung, Licht –
sie töteten Zellen, doch mein Wille zerbricht nicht.