Sie nahmen sie mit – wegen ihres Kleidungsstils,
doch eigentlich fürchteten sie, wie sie lebte.
Eine sanfte Stimme, eine starke Seele.
Ein Gesicht wie die Töchter Mesopotamiens.
Ein Schweigen, das Tyrannen erschüttert.
Sie hätte aus Qamişlo, Efrîn oder Mahabad stammen können.
Oder vielleicht von nirgendwo – und von überall.
Denn was sie töten wollten, war nicht nur ein Mädchen,
sondern der Atem eines ganzen Volkes.
Manche Namen sind zu heilig, um sie ständig auszusprechen.
Ich sage ihren wieder, an dem Tag,
an dem sie sie zum Schweigen bringen wollten.
Aber nicht heute.
Heute denke ich nur an sie.