Sie warten auf meinen Zusammenbruch
Sie sitzen oben.
Nicht auf dem Balkon –
sondern auf ihrem Thron aus Schmutz und Schadenfreude.
Und sie warten.
Warten, dass sie schreit.
Warten, dass ich breche.
Warten, dass mein Schweigen sich in Wut verformt,
damit sie etwas haben,
worüber sie tuscheln können beim Rauchen.
Die Waschmaschine –
nicht laut, nicht kaputt –
aber mein Atem darin ist zu viel für sie.
Meine Anwesenheit ist Lärm.
Mein Schweigen ist Schuld.
Meine Existenz ist Reibung.
Und unten:
Die Frau, die mich geboren hat,
aber nichts von mir kennt.
Kein Blick, der schützt.
Nur ein Mund, der schlägt.
Wie ein Diener ihrer Blicke über mir.
Ein Echo ihrer Missachtung.
Sie nennen sie Mutter.
Ich nenne sie Auslöser.
Ein Werkzeug, durch das sie mich treffen –
mit Vorwürfen,
mit Verachtung,
mit ihren Blicken durch Wände,
mit ihren gottverdammten Ohren,
die auf meine Fehler warten
wie Aasgeier auf das letzte Zucken.
Aber ich werde nicht fallen.
Nicht für euch.
Nicht für sie.
Nicht heute.
Nicht morgen.
Ihr könnt warten.
Ihr könnt zuhören.
Ihr könnt hoffen.
Aber ich bleibe still.
Still – und frei.