🕯️ „Staub“
Ich bin aus Fleisch, doch sie sehen mich nicht,
kein Blick, kein Wort, nicht mal Gericht.
Ob Kurde, ob Türke – spielt keine Rolle mehr,
denn wer in Deutschland lebt, der fĂĽhlt nichts mehr.
Sie kamen wie ich, mit BrĂĽchen im Kern,
doch kaum angekommen, da bleibt man fern.
Sie lieben den Glanz, das Licht, das Geld –
und ich? Ich bin der Staub in ihrer Welt.
Ein Schatten nur, wenn ich den Raum betrete,
kein Gruß, kein Lächeln – nur stille Kälte.
Ich spreche wie sie, doch ich bin nicht gemeint,
bin fremd im Vertrauten, bin einsam vereint.
Sie reden von Heimat, von Ehre und Blut,
doch zeigen mir nie Respekt oder Mut.
Sie bauen sich Häuser aus Schweigen und Stein,
und ich bleib der Staub – allein, ganz allein.