Genetic/Narcissistic Rage

Tabakhände
Es gibt Hände, die rollen das Gift,
blättern die Blätter mit stiller Pflicht.
Sie säen den Tod in goldene Erden,
damit andere langsam zu Schatten werden.

Sie nennen es Arbeit, Kultur, Genuss –
doch alles daran ist schweigender Fluch.
Denn was sie verkaufen, ist nicht nur Rauch –
es ist Lunge, die blutet, es ist brennender Bauch.

Dann kommen die Raucher – mit Stolz im Gesicht,
sie zünden das Ende, sie merken es nicht.
Sie atmen das Gift, sie werfen es aus,
vergiften den Flur, das Zimmer, das Haus.

Doch am schlimmsten ist’s, wenn ein Kind daneben
den Rauch einatmet – statt Licht, statt Leben.
Es hat nie gefragt, nie darum gebeten,
doch muss seine Lunge mit Tränen verflöten.

Und keiner sagt was – das Gift ist erlaubt,
so lange es still die Schwachen beraubt.
Die einen verdienen, die anderen verglüh’n –
und wir tun so, als würde das verzieh’n.