Genetic/Narcissistic Rage

Und täglich hustet sie die Lunge wund,

ein Röcheln, das durch Wände dringt im Rund.

Hat nichts zu tun, hat nichts zu geben,

doch mischt sich ein in unser Leben.

Mit leerem Blick, mit gift’ger Luft,

sie streut um sich den alten Duft

von Hass, von Rauch, von eitlem Groll –

ihr Innerstes ist längst nicht voll.

Sie hat nichts mehr, doch spielt sie groß,

zieht Grenzen, die nie jemand los.

Ihr Urteil fällt auf jedes Tun,

doch selber will sie ewig ruh’n.

Wir atmen schwer, doch bleiben klar,

denn unser Leben ist nicht ihr Altar.

Ihr Husten hallt – ein bleiches Lied –

doch unser Wille schweigt und flieht.