Unendliche Weiten (erweiterte Version)
Unendliche Weiten, kein Mensch, kein Ton,
Nur Wind, der flüstert: „Du bist nun davon.“
Kein Blick zurück, kein Halt, kein Ziel,
Nur Himmel und Erde – und ich mittendrin, still.
Der Horizont zieht mich, weit und klar,
Kein Wegweiser da, nur das, was mal war.
Die Welt so groß, mein Herz so schwer,
Doch jeder Schritt macht mich ein Stück mehr.
Ich sprech mit den Bergen, sie hören mich an,
Als wär ich die Letzte, die noch etwas kann.
Die Sterne mein Kompass, die Nacht mein Kleid,
Ich bin nicht verloren – ich bin nur weit.
Doch dort, wo der Rauch die Fenster durchzieht,
wo Leben verkohlt und der Atem versiegt,
läuft Zivilisation – Hand in Hand mit dem Qualm,
tötet leise, ganz zivil, ganz zahm.
Sie reden von Ordnung, von Licht, von Pflicht,
doch der Rauch nimmt langsam das letzte Gesicht.
Ein stiller Krieg, ohne Flamme, ohne Schrei –
doch wer tief einatmet, geht bald vorbei.
Unendliche Weiten, mein stummes Gebet,
Für Freiheit, für Frieden, den keiner versteht.
Ich geh, bis kein Name mehr an mir klebt –
Denn wer alles verliert, der endlich lebt.