Genetic/Narcissistic Rage

„Unrecht in Linien“

Sie setzten den Stift an,
zogen Linien in Staub und Sand.
Hielten Karten hoch wie Spielbretter,
doch wussten nichts von Herz und Wetter.

Sie sprachen in Konferenzen,
sie unterschrieben mit fremden Händen,
teilten Länder, Berge, Flüsse,
doch niemals unsere Träume, unsere Küsse.

Kurdistan – kein Stück Papier,
kein Plan, kein Befehl, kein „Gehöre hier“.
Es war da, bevor sie Namen gaben,
bevor sie Länder stahlen und Fragen begraben.

Sie hätten es nicht teilen dürfen,
nicht zerreißen, nicht unterwerfen.
Denn was lebt, lässt sich nicht zerbrechen,
nicht von Grenzen, nicht von falschen Versprechen.

Und ich…
Ich stehe hier, als Tochter der Berge,
als Stimme der Flüsse,
als Erbin der Unbeugsamen.

Ich bin Kurdistan.
Ungeteilt. Unbesiegt. Unvergessen.