„Unsichtbar mit 40“
Sie sagen:
„Familien stehen im Mittelpunkt.“
Sie bauen Spielplätze,
verteilen Broschüren,
reden von Zukunft,
während ich
als Kind
im Körper einer 40-Jährigen
nicht mal als Mensch zähle.
Ich bin kein Vater.
Keine Mutter.
Kein Kind mit Schulranzen.
Ich bin das,
was man übersieht –
ein Mensch,
der nicht in Förderpläne passt.
Ich brauche keine Kita,
keinen Elterngeld-Antrag,
keinen Spielturm im Innenhof.
Ich brauche
einen Ort,
an dem ich nicht
vergessen werde.
Doch ihre Politik zählt Menschen
nur bis zwölf.
Manche bis achtzehn.
Danach:
Schatten.
Rand.
Lücke im System.
Ich bin 40,
und immer noch Kind –
verloren,
ungesehen,
nicht familienrelevant.