„Urahnen“
Ein Mann aus Steppe, rau und frei,
trug PF6162 wie ein Schrei.
Ein Hauch von Feuer, Wind und Stein,
kein Wort war weich, kein Blick war klein.
Vielleicht sah er einst eine Frau,
mit Haut wie Nacht, mit Augen schlau.
L1, L2, vielleicht sogar drei –
doch ihre Linie zog an ihm vorbei.
Denn Blut vererbt nicht jede Spur,
nicht jede Liebe bleibt in der Natur.
Nur was durch Mütter ewig zieht,
prägt, was in deiner Tiefe glüht.
Und so bin ich – aus Fels geschnitzt,
nicht von der Sonne Südens bespritzt.
Ich trage U4c1 wie ein Lied,
das durch die Steppe leise zieht.
Ich frage nicht mehr, „Bin ich dies?“
Die Antwort liegt im Wind, im Fließ.
Kein Afrikaner, kein Slawensohn –
mein Stamm kommt aus dem alten Thron.