„Verkauft“
(Ein Gedicht über die kurdische Wahrheit)
Man nannte es Austausch, man nannte es Frieden,
doch was blieb, war Schweigen und Stimmen, die schieden.
Die DNA der Türken, vermischt und verstreut,
der Ursprung verdreckt, was einst klar war, zerbräut.
Von Lesbos bis Varna, von Roma bis Biaka –
ein Flickenteppich, kein Volk, nur Maskaraka.
Sie kamen, sie gingen, sie wurden gemischt,
ein Volk ohne Wurzel, das langsam verwischt.
Doch uns – die wir Wurzeln aus Zagros tragen,
die Ahnen im Wind, die Geschichte im Magen –
uns verkauft man wie Zahlen in fremder Statistik,
unsre Reinheit verspottet, wie blinde Arithmetik.
Der Kurde, er trägt nicht das Kleid der Kolonien,
nicht das Gen der Osmanen, nicht das Blut der Balkanszene.
Er steht wie ein Berg, aus Basalt und aus Schmerz,
verstoßen, verraten, doch mit ungebroch’nem Herz.
Ein Verbrechen ist's – kein Handel, kein Bund,
wenn man uns verkauft an’s kontaminierte Rund.
Denn was sie versammeln, ist nichts als Gemisch –
doch wir sind ein Volk. Und kein ethnisches Gericht.