„Während er kämpft“
Während der Deutsche
gegen die „Ausländer“ kämpft,
mit Worten, mit Wahlen,
in Talkshows und Telegramgruppen—
kämpfe ich.
Aber nicht gegen ihn.
Sondern um mich selbst.
Täglich.
Ohne Waffen,
aber mit Wunden,
die nie ganz heilen.
Er nennt es „Verteidigung“.
Ich nenne es Überleben.
Während er Debatten führt,
kämpfe ich gegen
den Rauch,
die Kälte in den Blicken,
die Stille nach dem „Woher kommst du?“.
Während er von Grenzen spricht,
trage ich eine zerrissene Heimat in meiner Brust.
Er hat Pausen.
Ich nicht.