Genetic/Narcissistic Rage

Was wollt ihr noch

Meine Großmutter, gebeugt vor Schmerz,

der Krebs griff heimlich nach ihrem Herz.

Sie kämpfte still, so stark, so weich –

und lebt noch, doch der Weg war bleich.

Mein Vater – das Herz, es schlug zu schnell,

als ob’s zu viel sah, zu hart, zu grell.

Ein Schritt noch, ein Schlag zu viel –

und ich steh da, frierend im Spiel.

Was wollt ihr Schweine noch von mir?

Reicht euch das Leiden nicht längst hier?

Ein Haus voll Angst, ein Herz voll Dampf –

doch ihr zieht weiter an eurem Krampf.

Ich will nur atmen, will nur Ruh –

doch Rauch zieht weiter – und ich schau zu.

Kein Dank, kein Bitte, nur klarer Blick:

Wer tötet langsam, ist kein Missgeschick.