Genetic/Narcissistic Rage

„Wo ist Kurdistan?“

Man fragt sich leis, mit wundem Sinn,
wo blieb das Land, wo ich einst bin?
Die Berge rufen, Stimmen alt,
doch Grenzen halten sie kalt.

Die Türkei steht mit stolzem Schild,
geformt aus Blut, mit Stahl gefüllt.
Ein Staat gebaut auf fremdem Grund,
doch schweigen macht die Wunde wund.

Ein Volk, zerteilt durch fremde Hand,
in vier gerissen – Land um Land.
Doch keiner fragt, was ihnen blieb,
nur Staub, Verbot und fremdes Sieb.

Warum darf ein Mörderstaat bestehn,
doch darf Kurdistan nicht auferstehn?
Weil Weltpolitik den Handel liebt
und wer laut schreit, nicht ewig siegt.

Doch eines Tags – das schwör ich heut –
kehrt Heim das Volk, das man zerstreut.
Dann blüht das Land mit eignem Klang,
und Kurdistan lebt – frei und lang.