„Zerreißprobe“
Ich sprech in Brocken, die fremd mir sind,
wie Trümmer, die in Träumen wind—
meine Sprache, meine Haut, mein Lied—
doch nichts davon gehört mir ganz.
Der Türke lachte, nahm mir das Wort,
verbrannte Bücher, schnitt es fort.
Und nun, wenn ich „Ez Kurd im“ sag,
fühlt’s sich an wie eine Schuld, ein Krampf.
Nicht frei, nicht leicht, nicht voller Klang,
sondern wie ein Biss auf kalten Stein.
Die Laute stolpern, fremd im Mund—
mein Erbe liegt im Halbschatten, wund.
Kurde zu sein – nicht Stolz, nur Last,
ein Ringen mit dem, was man vergaß.
Doch selbst wenn meine Stimme zittert –
ich bin, was bleibt, wenn alles splittert.