„Zunge wie Schmutz“
Sie sitzt dort.
Der Stuhl ächzt,
als wolle er fliehen
vor ihrem Dasein.
Und dann –
dieser Moment.
Langsam.
Schleimig.
Mit einer Zunge,
so ekelhaft und stumpf,
als würde sie ihre Lippen
nicht befeuchten,
sondern vergiften.
Ein Schlecken,
als ob Gier eine Bewegung wäre.
Als ob sie mit jeder Drehung der Zunge
zeigen will,
dass sie keine Seele mehr hat,
nur noch Trieb.
Genau wie sie –
diese schrumplige Bosnierin.
Gleicher Blick.
Gleicher Ekel.
Gleiche Art zu schauen,
als wollten sie dich ausziehen
mit Augen,
die nichts fühlen,
nur fressen.
Zwei Körper,
eine Ausstrahlung:
leer,
versifft,
niedrig.
Und diese Zunge –
sie sagt alles.
Sie spricht,
auch wenn kein Wort fällt.
Sie zeigt,
was kein Spiegel je ertragen könnte.