„Zwei Gesichter, ein Gift“
Der eine:
Pechschwarzes Haar,
aus Adana kam er,
laut, grob,
sein Stolz sitzt wie Blei auf der Zunge,
seine Worte:
schnell, billig, leer.
Der andere:
Bräunliche Haut,
Kayseri in den Knochen,
hinterhältig, leise,
sein Gift tropft nicht…
es sickert,
unbemerkt,
langsam…
bis es brennt.
Beide:
Verschieden im Ton,
gleich im Kern.
Zwei Wege,
eine Richtung:
Dominanz,
Macht,
Unterwerfung.
Der eine schreit,
der andere schweigt,
aber beide
wollen dich brechen.
Sie tarnen sich mit Sprache,
mit Haut,
mit Namen,
doch am Ende
sind sie
nur eines:
Feind.
Und ich?
Ich seh euch.
Ich merk’s mir.
Ich vergesse nichts.
Euer Gift kommt zurück.
Eure Maske wird fallen.
Und ich…
bleibe stehen.