Zwei Gestalten, Seite an Seite,
doch Welten trennen ihre Weite.
Der Balkan-Türke, laut und leer,
der Sorani-Kurde, stolz wie Meer.
Der eine trägt die fremde Last,
die ihm Geschichte auferfasst.
Der andre atmet Berg und Tal,
sein Herz ist stark, sein Blick ist klar.
Sie stehn beieinander, doch nicht vereint,
der eine verstellt, der andre gemeint.
Denn Blut und Sprache, Erde, Stein –
nur einer wurzelt hier daheim.
Der Wind erzählt, die Zeit bezeugt:
der Sorani bleibt, der andre schweigt.