“Zwei Jahre für ein Bild”
Ein Bild, gezeigt im falschen Moment,
Ein Augenblick, der nun Gefängnis nennt.
Zwei Jahre Mauer, Stahl und Stein,
Für eine Tat, die hätte nicht sein.
Kein Wort des Hasses, kein Gewalt,
Nur ein Fehler, der nun schwer verhallt.
Ein junger Mensch, im Denken wild,
Doch nun gefangen, für ein Bild.
In Deutschland wär’s vielleicht verziehen,
Mit Sozialstunden, statt dort drin zu fliehen.
Doch hier, wo Ehre mehr wiegt als Recht,
Wird schnell aus Klein ein großes Gefecht.
Und irgendwo da draußen sitzt er nun,
Fragt sich selbst: “Was hab ich getan? Warum?”
Und draußen dreht sich weiter die Welt,
Die Freiheit bleibt ihm noch vorentstellt.