„Zwischen Stahl und Schatten“
In Straßen aus Beton und Glas,
seh ich Geister aus vergangnem Maß.
Der Halbmond weht in fremdem Land,
doch greift mit kalter, fremder Hand.
Sie reden laut von Ehre, Macht,
von einem Reich, das nie erwacht.
Vergessen, was die Zeit gebracht,
verloren in der alten Schlacht.
Ein Erbe, das mich nicht berührt,
das fremd in meinen Adern schnürt.
Ihr Stolz ist mir ein bleierner Schuh –
was suchst du hier? Was willst denn du?
Ich atme schwer in meinem Raum,
mein Name flüstert wie ein Traum.
Doch überall dieselben Töne,
wie Schatten aus vergangnen Söhnen.
Zu viele, die nicht Wurzeln schlagen,
nur alte Orden bei sich tragen.
Zu viele, die sich nie gefragt:
Wem dieses neue Morgen tagt?