Genetic/Narcissistic Rage

„Zwischen Zagros und Vergessen“

Sie sagten:
„Die Iraner – das ist Zagros pur,
ihr Blick so tief, so fest, so stur.
Ein Volk mit Wurzeln, schwer und klar –
gebt ihnen Land, es ist doch wahr.“

Doch wir, die Kinder ohne Staat,
mit Augen hell, mit Haut wie Saat,
die irgendwo dazwischen stehn,
dürfen nicht als Völker gehn.

„Ihr seht zu sehr nach Westen aus,
ihr seid zu weich, ihr seid zu kraus.
Zu anatolisch, nicht ganz rein –
ihr könnt kein eignes Volk mehr sein.“

Sie nahmen uns die Berge fort,
zerteilten Sprache, Land und Wort.
Und wer noch steht, der soll sich bücken,
mit fremden Fahnen sich bestücken.

Wir sind das Zwischen – nie das Ziel,
zu echt fürs Spiel, zu stolz fürs Spiel.
Doch ohne Land, mit Blut im Sand –
und einem Feuer, das nie schwand.