Ein Tag im Januar.
Das Fremde ist nicht verschwunden in der Welt,
es hat nur seinen Platz verloren. Irrt herrenlos umher.
Der Tag startet mit der Lektüre des “Sommernachtstraums“ von Tanya Lieske.
Das Buch beginnt im Januar. Eine Schulklasse probt den Sommernachtstraum und spiegelt gleichzeitig die Alltags-Erlebnisse der Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern wider.
Nach dem Morgentee beende ich einen Brief an eine Freundin und lege ihn zu den kleinen Geburtstagsgeschenken in einen Umschlag.
Es hat wieder geschneit.

Der Arbeitscomputer startet; ich schenke mir einen Kaffee ein und verschaffe mir einen Überblick über die heutigen Aufgaben. Dann lege ich los.
Zwischendurch bringt der Hund einen Ball und erinnert mich daran, mich zu bewegen. Unser Spiel ist auf Augenhöhe. Denke ich. Er grinst.
Bis zum Mittag strahlt die Wintersonne. Der Schnee funkelt in den Ästen, still und starr erhebt sich die weiße Landschaft.
Zu Mittag gibt es eine Tomatensuppe und eine kleine Pause. Dann geht es weiter.
Zwischendurch ein paar Fingerübungen am Klavier. Heute schaffe ich endlich mal wieder drei Fleißsterne für ein Stück!
If you want to be good at something,
you must first be willing to be bad at it.
Quelle: Pinterest
Nach der Arbeit höre ich “Die kleine Farm am Meer” bei Libby. Ist nicht so super spannend, aber gerade deswegen gut zum Einschlafen.
Inzwischen setzt draußen dichtes Schneegestöber ein.
Es wird immer dichter.
Zum Abendessen gibt es Reis mit Paprika und Zucchinigemüse. Danach packe ich endlich das Puzzle aus, das schon seit einiger Zeit im Regal verstaubt. Ich puzzle nicht ständig, aber dieses Spezielle hat mich gereizt: Die Welt von Virginia Woolf.
1000 Teile sind ganz schön viele, merke ich, als ich die einzelnen Teile aus der Tüte befreie. Wo nur anfangen? Am Rand? Erstmal die Randstücke finden?
Am Ende des Tages schreibe ich noch über eine Reiseerinnerung, die mich zurück in die faszinierende Bergwelt des Sinai bringt.
Der Aufstieg ist mühsam. Immer wieder drohen Steine, den Pilger zu Fall zu bringen. Neben den Menschenmassen, die am Anfang euphorisch schnell hinauf eilen, bahnen sich die Kameltreiber ihren Weg. Die Tiere drängen wütend schnaubend vorbei, den Berg hoch.
Am Schluss wartet die endlose Felsentreppe auf uns. Die 750 Treppenstufen sind eine echte Herausforderung.
Schließlich dämmert es. Und dann färbt sich der Horizont plötzlich flammendrot. Ein glutroter Ball taucht hinter dem Bergmassiv auf und steigt in Windeseile in die Höhe.
Bis die ganze Pracht der Bergwelt des Sinai in strahlender Helligkeit vor uns liegt.

#EinTag #Winter #Januar #Reisekladde
Gerne mache ich wieder mit bei “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ oder kurz #WMDEDGT.
Zu dieser Frage trifft sich der Freundeskreis des Tagebuchbloggen am 5. eines Monats in Frau Brüllens Blog. Danke dafür! Es macht viel Spaß!
Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
über den heutigen 5. Tag eines Monats tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel) und verlinken.